Liebe Kollegen,
nun fahrt doch ALLE mal rechts ran und entspannt Euch ein wenig!
Wir wissen alle, das es in unseren Reihen, egal zu welcher Organisation oder Behörde wir schauen, der Kollege „Rambo“ irgendwo einen Spind hat. Und dabei ist es vollkommen egal, ob er hauptamtlich, nebenamtlich oder ehrenamtlich „am Leid anderer verdient“. Und uns, die wir unseren Beruf und unsere Aufgabe ernst nehmen und diese professionell ausführen, gehen diese selbsternannten „Retter der Welt“ tierisch auf die Klötze! Wenn man die Reaktionen so liest, könnte man echt meinen, JEDER Einzelne von Euch zieht sich diesen Schuh an.
Ich hänge sehr an meinem Beruf und übe ihn verdammt gerne aus. Meine Beweggründe genau zu definieren werde ich hier aber unterlassen. Ich möchte schließlich nicht von Euch hier gesteinigt werden. Jeder von uns hatte seine Gründe, diesen Beruf oder dieses Hobby zu wählen. Und nun geht einfach mal in Euch und denkt darüber nach, ob Euch der Schuh, der hier hin gestellt wurde, wirklich passt. Mir nicht! Denn ich geile mich nicht am Elend anderer Menschen auf und ich mache auch keinen Job, den kein anderer machen will! Das ist mir, wenn ich die Bewerbungen auf meinem Schreibtisch sehe, jeden Tag sehr bewusst.
Das es nun einmal Leute, wie diesen „Landeshauptstadt-Löschknecht“ gibt, ist nicht weg zu diskutieren. Aber wir werden hier auch nichts daran ändern, wenn wir uns hier gegenseitig zerfleischen.
Und das wir alle – mich eingeschlossen – auch schon des Öfteren von Wolfgang Wiebold und seinen Kollegen an Einsatzstellen genervt wurden, ist genauso wenig weg zu diskutieren. Solange alles in einem akzeptablen Rahmen bleibt – Lasst Euch gegenseitig am Leben! Und wem die Kameramänner zu sehr auf die Pelle rücken, der hat noch immer die Möglichkeit, den Kameramann (egal von welcher Agentur) durch die Polizei entfernen zu lassen. Hier geht zum Glück das einsatztaktische Vorgehen über das Presserecht, auf das sich diese Leute so gerne berufen. Alles hat seine Grenzen, auch das Presserecht. Und wer diese Grenzen überschreitet, der muss in seine Schranken gewiesen werden.
Ich für meinen Teil würde mich jedenfalls erst dann so extrem aufregen, wenn Herr Wiebold mich persönlich angegriffen hätte. Und dem Kollegen aus der Landeshauptstadt kann ich nur raten, mit solchen Drohungen sehr vorsichtig zu sein. Denn das absichtliche Ausrichten eines unter Förderdruck stehenden Strahlrohres auf eine Person stellt, sofern keine unmittelbare Gefahr für die Person besteht, eine gefährliche Körperverletzung dar und führt unweigerlich – auch in der Landeshauptstadt – zu einem entsprechenden Verfahren. Mal ganz abgesehen von den gesundheitlichen Schäden, die ein Vollstrahl z.B. im Gesicht verursachen kann. Und die Kamera befindet sich nun mal meistens in unmittelbarer Nähe des Gesichtes. Und Psychoanalysen sollte man den Profis überlassen. Allerdings frage ich mich, wenn man doch ein bekennender „Wiebold TV Hasser“ ist, warum man dann auf diese Seite geht und sich an den Bildern wohl doch ergötzt. Wenn ich etwas nicht mag, oder sogar hasse, dann Meide ich die Konfrontation damit. Soviel zum Thema Psychologie!
Und Ihnen, Herr Wiebold, möchte ich wirklich ans Herz legen, Ihre Texte vor der Veröffentlichung doch noch mal zu überdenken. Denn solche Texte, wie z.B. Ihre Fabel, führen nur zu unnötiger Unruhe. Klar kann ich verstehen, dass Sie sich von dem Text auf den Schlips getreten fühlen, aber aus diesem Grunde eine wirklich so verallgemeinernde Fabel zu schreiben geht für meinen Geschmack wirklich ein wenig zu weit. Denn es ist für mich auch sehr schwer nachzuvollziehen, wie Sie zu der Auffassung kommen können, das Feuerwehrmänner sich eine „schlechte Menschheit“ wünschen. Darüber würde ich wirklich nochmal nachdenken und eine Richtigstellung wäre hier wohl mehr als angezeigt. Denn damit würden Sie beweisen, dass Sie den Einsatzkräften gegenüber nicht so negativ eingestellt sind, wie Sie es selbst hier darstellen. Und damit würden Sie auch beweisen, dass Sie diesen Fehler einsehen!
Ein schönes und vor allem einsatzfreies Wochenende!!!
Mit freundlichen Grüßen ( Name der Redaktion bekannt )
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Sehr geehrter Herr Wiebold,
erlauben Sie mir anbei einen kleinen Leserbrief zu *Löschknecht*:
Es wird Zeit, mal die Kirche im Dorf zu lassen und der Bevölkerung nicht einen falschen Eindruck zu vermitteln. So schreibt ein Leser u. a. über die Feuerwehr:
„Sie sind vielmehr die Menschen, die die Arbeit machen müssen, die sonst kein anderer mehr macht!“
1. Kein Mensch wird gezwungen, als Berufsfeuerwehrmann tätig zu sein. Kein Mensch wird gezwungen, Mitglied einer Freiwilligen Feuerwehr zu werden.
2. Jeder Berufsfeuerwehrmann kann aus freien Stücken kündigen und die Sicherheiten die er als Beamter genießt aufgeben. Jedes Mitglied eine Freiwilligen Feuerwehr kann diese verlassen; jeder Polizist kann seinen Beruf kündigen. Dies alles ist möglich und jedem selbst überlassen.
3. Auf jede freie Stelle als Berufsfeuerwehranwärter melden sich hunderte von Menschen, die diesen Job ausüben möchten. Die Aussage, „.. die sonst kein anderer mehr macht“, ist somit völlig falsch. Jede Berufsfeuerwehr könnte wohl zehnmal soviel Menschen als Berufsfeuerwehrmann einstellen, wie sie Arbeitstellen hat.
4. Fast jeder dritte Berufsfeuerwehrmann arbeitet irgendwo nebenbei – im privaten Rettungsdienst, als LKW-Fahrer, im Baubereich und so weiter und zerstört damit vielen derer den Job, die als Selbstständiger mit den bereist sozial abgesicherten Beamten konkurrierten müssen.
5. Nicht wenige Berufsfeuerwehrleute haben diesen Beruf gewählt, weil er krisensicher ist; ganz zu schweigen von nicht vorhandenen Zukunftsängsten z.B. als Opelmitarbeiter.
6. Bei nicht wenigen aktiven Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren liegt die Motivation im Selbstdarstellungsdrang, dem Hunger nach Sensation und Heldentum und dem Verlangen, gebraucht zu werden. Dies muss nicht zwangsweise negativ sein, sondert sichert den Brandschutz in einer Stadt. Nur: „Sie sind vielmehr die Menschen, die die Arbeit machen müssen, die sonst kein anderer mehr macht!“, könnte eine verklärte Darstellung des wahren Sachverhaltes sein!
Fassen wir zusammen: Ob Berufsfeuerwehrmann, Polizist oder Reporter – sie alle üben ihren Job aus, um Kohle zu verdienen! Das ist Fakt! Und legitim. Und wenn der eine seinen Job nicht mehr ausüben wollen würde, steht sofort der Nächste parat der ihn ausüben will! Die Aussage: „Sie sind vielmehr die Menschen, die die Arbeit machen müssen, die sonst kein anderer mehr macht!“ dürfte somit keine Grundlage haben.
Anekdote: Nie werde ich die Mutter eine Polizeihauptkommissarin vergessen mich anjammerte, wie gefährlich doch der Job ihrer Tochter sei! Ich empfahl, die Tochter könne doch ihren Job kündigen. Die Mutter war der Ansicht, dass doch kein anderer den Job ihrer Tochter machen würde! „Und wenn doch? Dann könne sie zum Aldi an die Kasse gehen!“ sagte ich. „Aber da verdienst sie doch nicht soviel! Deswegen ist sie doch zur Polizei gegangen! Und sie ist Beamtin, das ist eh das Beste!“ Soviel zum Thema: „Sie sind vielmehr die Menschen, die die Arbeit machen müssen, die sonst kein anderer mehr macht!“
Und ob wir Herrn Wiebold und seine Art mögen oder nicht: Seine Bilder schauen wir uns dennoch an! Ob auf der Webseite, ob bei RTL, ZDF, … .Also sind wir selbst ein Teil des Systems, auf das manche von uns einkloppen. Dass sich Feuerwehr und Reporter dabei in die Quere kommen, ist keine Frage.
Grüße, ( Name der Redaktion bekannt )
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Hi!
Also ich bin schon mal beruhigt, dass sie es ähnlich sehen. Und klar verdient so ziemlich jeder am Leid des anderen.
Allerdings sehe ich hier weniger die Verbindung zur Feuerwehr dieses einen Beamten sondern eher ein menschliches Problem.
Mit freundlichem Gruß ( Name der Redaktion bekannt )
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Hallo Herr Wiebold,
auch ich muss mich der vorherigen E-Mail anschließen. Nicht alle Berufsfeuerwehrleute sind so, wie der Kollege aus der Landeshauptstadt. Ich persönlich bin selber Brandmeister einer mittelgroßen Berufsfeuerwehr in NRW und finde ihre Arbeit echt super, auch wenn ich es ein wenig Schade finde hier auf Leichenwagen und Vorhänge drauf zu halten. Zu mal sie uns als Feuerwehrleuten ermöglicht auch mal über den Tellerrand zu blicken. Sowohl was Taktik und Technik angeht wie auch teilweise was Fehler angeht.
Und zumindest in unserer Stadt wurden sie wie auch alle anderen Reporter bisher nie zurück gehalten oder behindert. Darum bitte auch ich sie sich öffentlich dazu zu entschuldigen hier alle Berufsfeuerwehrleute über ein uns den selben Kamm zu scheren. ( Name der Redaktion bekannt )