Offener Brief an die schweigende Mehrheit
Liebe schweigende Mehrheit,
wann und wo auch immer Ungerechtigkeiten geschehen gibt es immer auch eine schweigende Mehrheit, die entweder den Blick betreten nach unten wenden oder aber aggressiv schweigen. In aller Regel sind es aber Mehrheiten, die schweigen.
So auch in den letzten Jahren in Bruckhausen und Marxloh. Mehrheiten haben eine undemokratische und unsolidarische Stadtentwicklung zugelassen ohne nennenswerte Anstalten des Widerstandes oder der Solidarität mit den Betroffenen zu dokumentieren.
Die Pläne für ein FOC in Hamborn und der damit verbundene Abriss der Zinkhüttensiedlung versetzt 1000 Betroffene in größte Not und fordert äußerste Entschlossenheit. Und nicht nur das- die Folgen eines FOC für die gesamte Region sind nicht absehbar, es ist mehr als fraglich, ob der von den Verantwortlichen herbei gesehnte goldene Regen tatsächlich auch die Menschen im Duisburger Norden erreichen wird oder ob er vielmehr lediglich die Taschen des skrupellosen Investors füllen wird.
Scheinbar alternativ und phantasielos wird der Duisburger Norden einem unseriösem Konsortium zum Fraß vorgeworfen und Niemand hat Fragen. Wäre die Entwicklung nicht allzu zynisch, könnte man mit etwas Humor mal Fragen, wie man denn gedenkt die zum Störfallbetrieb nötigen 900 Meter Abstand zu zaubern, darüber hinaus könnte man fragen wie es denn sein kann, dass die Stadt eine Verbesserung der Luftqualität erwartet, wenn zukünftig 7000 - 12000 PKW zusätzlich durch unsere Straßen rattern. Man könnte auch zumindest ein bisschen genauer nachfragen, wie es denn sein kann, dass neben dem Kampf um ihre Wohnungen die Betroffenen noch zusätzlich ständig bedroht werden.
Diese Fragen und noch viele andere, habt Ihr, liebe schweigende Mehrheit nicht gestellt. Ihr schweigt und habt sicher gute Gründe dies zu tun. Die einen erhoffen sich ein fettes Stück vom versprochenen Braten, die anderen haben Angst und ducken sich weg und wieder andere haben genügend eigene Probleme. Aber Eure Gründe kennt Ihr selber am besten, nur stellt Euch doch mal selber die Frage: Was macht Ihr wenn Ihr dran seid und Euer Haus oder schlimmer, das Eurer Großeltern dran ist, möglicherweise im Rahmen der Agenda Duisburg 2027, was wenn es bei wachsender Armut bald in Duisburg nicht mehr genügend bezahlbaren Wohnraum geben wird? Was wenn viele unserer Geschäftsleute aufgeben müssen, weil das FOC sie im Konkurrenzdruck erdrückt? Was wenn es einen erneuten Störfall bei Grillo geben wird und Eure Kinder in einer Massenpanik nicht aus dem FOC evakuiert werden können? Glaubt Ihr eigentlich ernsthaft, dass Ihr verschont werdet, glaubt Ihr wirklich, dass man Euch dann für Euer Schweigen belohnen wird?
Helmut Mattern
Pressesprecher
Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz
Ideen statt Ausverkauf
Am Zinkhüttenplatz 12
D-47166 Duisburg
Hallo!
Ich habe soeben die Petition „An den Oberbürgermeister der Stadt Duisburg Sören Link: Den Bau des FOC unverzüglich zu Stoppen !" gestartet und benötige Deine Hilfe, um richtig los zu legen.
Kannst Du Dir 30 Sekunden Zeit nehmen und die Petition jetzt unterschreiben?
http://www.change.org/de/ Petitionen/ an-den-oberbürgermeister-der-st adt-duisburg-sören-link-den-ba u-des-foc-unverzüglich-zu-stop pen
Spendenaufruf der Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz
Liebe Unterstützer/innen
hier ein dringender Spendenaufruf der BI Zinkhüttensiedlung. Noch ist nichts verloren. Wer diese Stadt kennt, weiß das es im Rat einen politischen "Einheitsbrei" gibt, der alles, was noch an zaghafter Opposition übrigblieb, platt gemacht hat.
Deshalb müssen wir nun durch Spenden ein Normenkontrollverfahren in Gang setzen. Leider müssen sich in dieser Stadt die Bürger ständig durch Bürgerbegehren oder gar durch Gerichtsbeschlüsse zur Wehr setzen, dass auch deshalb, weil es eben keine Opposition in dieser Stadt gibt, die wir eigentlich dringend brauchen. Bitte spendet, die Mieter und Mieterinnen können eine so hohe Summe nicht alleine wuppen. Jede noch so kleine Spende hilft! Bitte gebt die e- mail auch an eure eigenen Verteiler weiter, weil es nun dringend Zeit wird und wir so viel wie möglich an Spenden zusammen bringen müssen. Grüße Karin
Zwischenstand Factory Outlet in Duisburg
Nach inzwischen mehr als einem Jahr Kampf um die Siedlung Zinkhüttenplatz ist der politische Wille für ein Factory Outlet Center ungebrochen. Erst heute hatte es wieder ein einstimmiges politisches Bekenntnis für ein FOC gegeben, wie unter folgendem Link gut zu lesen ist. http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nord/politik-in-duisburg-hamborn-macht-sich-fuers-outlet-stark-id7645106.html
Zur Realisierung des Megaprojektes soll im Duisburger Norden die Zinkhüttensiedlung abgerissen werden. Die Siedlung mit ihren 400 Wohnungen und einstmals 1000 Betroffenen erfreut sich bei den Bewohnern größter Beliebtheit, die Mieten sind bezahlbar. In einer Stadt wie Duisburg, die zunehmend verarmt wird bezahlbarer Wohnraum, nach einer Prognose des Duisburger Sozialberichtes in den kommenden Jahren zur Mangelware. So ist es umso unverständlicher, dass dieses Projekt gegen den entschlossenen Widerstand der Bewohner durchgezogen wären soll.
Zudem hatte der Investor in den letzten Wochen und Monaten immer wieder für Wirbel gesorgt. Seine insgesamt fünf Briefkastenfirmen verfügen laut Bundesanzeiger über keinerlei Eigenkapital. Referenzprojekte kann der sogenannte Projektentwickler Roger Sevenheck nicht vorweisen.
Desweiteren sind verschiedene Faktoren relevant, die die Pläne immer unwahrscheinlicher erscheinen lassen. Ein erstes Verkehrsgutachten hatte ergeben, dass der ohnehin schon sehr stark belastete Norden durch eine erwartete PKW Menge von bis zu 12000 tägliche PKW zusätzlich, zu stark belastet würde.
So ist in unmittelbarer Nähe ein Störfallbetrieb vorhanden, dessen Nähe einen Mindestabstand von 900 Metern unterschreitet, die nach Störfallverordnung Seveso 2, aber dringend einzuhalten sind. Ein erstes Gutachten hatte diesen Abstand angemahnt, so dass nun ein erweitertes Gutachten in Auftrag gegeben wurde. Die Stadt Duisburg und der Investor begeben sich in den Verdacht der Mauschelei, der Eindruck drängt sich auf, dass hier begutachtet werden soll, bis das Unmögliche möglich wird.
Aus Sicht der Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz erscheint die Variante eines Normenkontrollverfahrens im Anschluss an einen entsprechenden Ratsbeschluss unerlässlich. Eine entsprechende Summe von etwa 15000 Euro wären durch die BI zu stemmen. Aus diesem Grund gibt es inzwischen ein Rechtshilfekonto, auf dem Spenden dankend angenommen werden.
Indes geht der politische Kampf weiter, die Mehrheiten innerhalb des Duisburger Rathauses lassen jedoch kaum Hoffnung zu. Insgesamt gibt es für die Stadt vier Hürden, die sie nehmen müsste um das Projekt durchzusetzen: 1. Das Klageverfahren, 2. Der wackelige Investor, 3. Die Entschlossenheit der Mieter, die trotz massiven Drucks immer noch mit 150 Familien in ihren Wohnungen verharren, 3. Die Gutachtensituation
Die BI kämpft weiter, die verbleibenden MieterInnen lassen sich nicht vertreiben und sind für Eure Solidarität dankbar.
http://www.mattern-duisburg.de/
Spendenkonto Rechtshilfefonds BI Zinkhüttenplatz
Bankverbindung: Volksbank Rhein Ruhr
Bankleitzahl: 350 603 86
Kontonummer: 520 433 0100
Mit freundlichen Solidarischen Grüßen aus Duisburger Norden
Helmut Mattern
Gestern war nicht alle Tage, wir kommen wieder keine Frage
Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz fordert schnelles Ende der Pläne für das Factory Outlet Center in Hamborn
Zum wiederholten Male ruft die Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz erneut zu einer Protestkundgebung vor dem Duisburger Rathaus auf.
... Am 18.3.2013 ab 14.00 Uhr wollen wir gemeinsam mit unseren Unterstützerinnen und Unterstützern , Freundinnen und Freunden und allen interessierten Duisburgern vor dem Rathaus, auf dem Burgplatz unseren Protest zum Ausdruck bringen.
Seit nunmehr deutlich mehr als einem Jahr kämpfen die vom Abriss ihrer Siedlung betroffenen Mieterinnen und Mieter um den Erhalt ihrer Siedlung, die, wenn es nach dem Willen der Duisburger Verwaltung und Politik geht einem Factory Outlet Center weichen.
Die dazu nötigen Gutachten und auch die Situation um den in Verruf geratenen Investor sprechen eine deutlich andere Sprache.
Das geplante FOC kann nicht den im Störfallgutachten geforderten Mindestabstand von 900 Metern zum nahegelegenen Störfallbetrieb Grillo vorweisen. Zudem würde der Duisburger Norden durch ein deutlich erhöhtes PKW Aufkommen von bis zu 12000 PKW pro Tag, unzumutbar belastet.
Die verantwortlichen Entscheidungsträger deklarieren die bereits vorliegenden Gutachten immer wieder als unfertige Entwürfe und schieben das gesamte Verfahren immer wieder auf die lange Bank. Aus gut unterrichteter Quelle ist uns bekannt, dass mit den endgültigen Entwürfen erst weit nach Ostern zu rechnen sei.
Eine Plausibilitätsstudie zum Störfallgutachten sei nun in Auftrag gegeben. Die verantwortlichen Planer bringen sich mit diesem Vorgehen nah in den Verdacht der Mauschelei., während die Siedlung am Zinkhüttenplatz inzwischen zu mehr als die Hälfte leergezogen ist. Schon zum Ende des letzten Jahres hatte ein großer Teil der Bewohner dem enormen Druck und die starke Belastung durch die massiven Drohungen nicht mehr stand halten können . Der Rest der Betroffenen lebt seither in einem unerträglichen Schwebezustand. Das Umzugsmanagement ist vorübergehend eingestellt, soll aber je nach Verhandlungserfolg mit dem unseriösen Investor wieder aufgenommen werden.
Die verantwortlichen Politiker des Rates und der Bezirksvertretung Hamborn halten auf unverantwortliche Art und Weise an den Plänen fest.
Die Zukunft der Bewohnerinnen und Bewohner des Zinkhüttenplatzes, die Entwicklung der beiden städtischen Grundstücke und die Entwicklung des gesamten Duisburger Nordens stehen auf dem Spiel!
Wir sagen Nein zu dieser menschenverachtenden Politik und fordern ein schnelles Ende dieser von Größenwahn geprägten Pläne.
Auf der alternativlosen Jagd nach Mehreinnahmen blockiert die Stadt eine gesunde und lebenswerte Entwicklung des Duisburger Nordens. Das gilt es zu stoppen, mit aller Entschiedenheit!
Für eine nachhaltige und gerechte Stadtentwicklung!
Presse-Erklärung der BI-Zinkhüttenplatz zum FOC 13.02.2013
Die BI wehrt sich gegen den Versuch ein FOC mit aller Macht und allen Tricks durchzusetzen. Offener Bürgerdialog und eine transparente Planung sind offensichtlich Fremdworte in Duisburg
Wir, die BI Zinkhüttenplatz und unsere Berater/Innen haben in den letzten Wochen durch diverse Gespräche versucht, den Prozess ums FOC zu verstehen. Deshalb geben wir jetzt einen Zwischenbericht und stellen einen Vorschlag zur Diskussion wie wir alle, Bürger, Politiker und Verwaltung aus der um das FOC entstandenen Sackgasse herauskommen können.
Alle mit denen wir sprechen bestätigen uns, dass uns Bewohnern der Max-Taut-Siedlung Unrecht angetan wurde und wird – aber keiner zieht daraus wirklich Konsequenzen. Allgemeines Achselzucken.
Vorausgeschickt sei, dass wir uns nie wirklich gegen ein kleines FOC auf dem städtischen Gelände der Rhein-Ruhr-Halle und des Stadtbades zur Wehr gesetzt haben, auch wenn wir wegen der Verkehrsbelastung und den damit verbundenen Lärm- und Schadstoffemissionen große Bedenken hatten und haben.
Und vorausgeschickt sei auch, dass wir die Notwendigkeit für eine Entwicklung des Duisburger Nordens sehen. Wir sind ja nicht weltfremd.
Auf dem Weg zur Durchsetzung dieses Projektes wurden bereits so viele Fehler gemacht, dass man endlich inne halten muss, um einen breiten Diskussions- und Konsensprozess für unseren Stadtteil und unsere denkmalwerte Siedlung zu finden. Stadtteilentwicklung muss doch für und mit den im Stadtteil lebenden Menschen gestaltet werden und nicht primär für die Interessen von Projektentwicklern wie Herrn Sevenheck und den hinter im stehenden immer noch unbekannten Investoren.
Was waren und sind noch immer die grundlegenden Fehler?
Der gesamte Prozess ist bis heute völlig intransparent. Die Geheimniskrämerei um die Gutachten und Verträge ist ein deutliches Zeichen dafür. Wenn man ein gutes und klares Projekt hätte, könnte man das doch auf den Tisch legen und offen darüber diskutieren.
Keiner der Ratsleute, die wir gesprochen haben, kennt bis heute angeblich die genauen Verträge mit dem Projektentwickler oder die Gutachten z.B. zum Verkehr, zur Umweltverträglichkeit oder zur Störfallsituation. Vom Scopingtermin am 21.12.2011 und seinen Ergebnissen hatte keiner Kenntnis. Schon damals war durch die Stellungnahme der Bezirksregierung und des Umweltamtes klar, dass ein Abstand von 900m zur Fa. Grillo einzuhalten ist. Bereits im Expose zur Ausschreibung wurde auf den Industriebetrieb Grillo hingewiesen.
Auch uns Bürgern werden diese Unterlagen vorenthalten, obgleich wir nach Informationsfreiheitsgesetz einen Rechtsanspruch darauf haben. In der Zwischenzeit wurden uns drei relativ unspektakuläre Gutachten zum Artenschutz, zu den Altlasten und zum Stadtbad übermittelt. Wir empfinden diesen Umgang mit uns als höchst undemokratisch. Der Souverän, der Bürger, wird nach allen Regeln der Unkunst missachtet. Das was als Bürgerbeteiligung nach dem Baugesetzbuch durchgezogen wird ist in Wirklichkeit eine Farce und einer Demokratie nicht würdig.
Aber auch der Rat, der bis 6 Wochen vor der Änderung des Aufstellungsbeschlusses am 17.10. 2011 nur von einem FOC auf dem städtischen Grundstück ausging, wurde dann mit der „großen Lösung“ überrascht und überrumpelt. Ex-OB Sauerland, Ex-Stadtdirektor Greulich und CDU Fraktionsvorsitzender Enzweiler, der FOC Begleitausschuss, der Entwickler und die wenigen Verantwortlichen in der Stadt und Verwaltung haben diesen schon lange geplanten Coup durchgesetzt. Denn schon in 2010 – also mehr als ein Jahr vorher - ist die Stadt laut Aussage von Immeo an sie herangetreten, um den Verkauf der Zinkhüttensiedlung zu ermöglichen. Zu dem Zeitpunkt war die Max Taut-Siedlung bis auf 6 leer stehende Wohnungen voll belegt und Immeo hatte keine Verkaufsabsichten.
Die Probleme zur Verkehrssituation werden ebenso wenig offen behandelt. Das Umweltamt der Stadt hat in seiner Stellungnahme zum Scopingtermin (liegt Ihnen vor) am 21.12.11 bereits auf die derzeitige Überschreitung der Lärm- und Schadstoffwerte s bei 13000 Verkehrsbewegungen pro Tag hingewiesen. Das jetzt geplante FOC soll eine Verdoppelung des Verkehrs bringen! So steht es im Verkehrsgutachten, dass wir aus g.g.u.Q. bekamen. Kein Ratsherr/frau die wir gefragt haben und selbst OB Sören Link kennen angeblich diese Fakten und die Schriftstücke. „Das ist Sache der Verwaltung – die macht das operative Geschäft. Die Politik macht nur die Grundsatzentscheidungen“ ist die Antwort, mit der man sich hinter der Verwaltung versteckt. Und die Verwaltung versteckt sich hinter dem Ratsbeschluss: „Wir führen doch nur aus, wozu uns der Rat beauftragt hat“. Wie so etwas dann läuft zeigt der Flughafen Berlin und Stuttgart 21. So dürfen wir doch weiterhin demokratische Prozesse nicht organisieren!
Die Bürger sind und fühlen sich getäuscht. Wir müssen raus aus dieser Sackgasse, wenn wir wirklich mehr Bürgerbeteiligung, wie OB Sören Link und viele Politiker, besonders zu Wahlkampfzeiten immer wieder betonen, ernst nehmen. Nur meint er eine andere Bürgerbeteiligung wie wir Bürger, die wir Beteiligung auf Augenhöhe wollen. Dazu gehört, dass man gleiche Informationen hat. Wir alle, Politik, Verwaltung und Bürger können das offensichtlich nicht und müssen einen neuen und offenen Umgang auf Augenhöhe erst noch lernen. Nur so wie es jetzt läuft darf es nicht weiter gehen. So schädigen wir unser Gemeinwesen.
Die nächste Sackgasse für unseren Stadtteil ist die Störfallsituation bei Grillo. Diese Angelegenheit ist ganz unabhängig vom FOC ein Riesenproblem – allerdings schon seit vielen Jahren. Obgleich im Scopingverfahren vor einem Jahr von der Bezirksregierung und dem Umweltamt auf die aus dem Abstandserlass der Störfallverordnung resultierende Sicherheitsdistanz (Achtungsabstand) von 900m hingewiesen wurde und das Störfallgutachten genau diesen Tatbestand bestätigt (g.g.u.Q.), wird diese Angelegenheit als absolute Verschlusssache behandelt. Auch die Fachbehörde des Landes, das LANUV bestätigt dieses Gutachten g.g.u.Q.). Und auch hier in der Politik kennt angeblich wieder niemand dieses Gutachten, das nur im „Entwurf“ vorliegt. Warum soll wohl jetzt ein neues Gutachten erstellt werden? Warum soll ein bestehender „Entwurf“, der den Sicherheitsabstand bestätigt, nun wohl durch einen anderen Gutachter „erweitert“ werden? Weil das Ergebnis nicht genehm ist und den Bau des FOC verhindert! Das ist so wie die katholische Kirche jetzt Herrn Pfeffer gegen ein anderes Institut austauscht, weil seine Forschungsergebnisse nicht genehm sind. Das nennt man auch Mauschelei hoch drei!
Gemäß Art. 12 der Seveso-II-Richtlinie ist zwischen den unter diese Richtlinie fallenden Betriebe und anderen Wohngebieten sowie öffentlich genutzten Gebäuden und Gebieten (z.B. Parkplätzen), ein angemessener Abstand zu wahren, damit es zu keiner Zunahme der Gefährdung der Bevölkerung kommt. Von daher ist auch in diesem Fall eine dem Leitfaden der Kommission für Anlagensicherheit (KAS 18) entsprechende Einzelfallbetrachtung notwendig.
Alle Hamborner Bürger sind von dieser Situation betroffen und müssen die Möglichkeit haben mitzureden - sind aber außen vor. Es wird nur mit dem Entwickler verhandelt, der jetzt auch noch ein genehmeres Parteigutachten bestellen kann und bezahlt. Auch hier stehen wir vor dem Schild: „Achtung! Sie verlassen den demokratischen Sektor der BRD!“
Das nächste Beispiel ist die Intransparenz um den Projektentwickler Sevenheck selbst, der fälschlicherweise immer Investor genannt wird. Wer die Investoren sind, hat bisher niemand gesagt. Kennt man sie überhaupt? Alles Fragen hat bis heute nicht gefruchtet. Viele Ratsleute sagen uns, dass er ganz offensichtlich ein Risiko darstellt. Wo bleibt also eine transparente Schufa für öffentliche Projekte? 2008 sollte das FOC 70 Mio€ Investition heißen , seit 2010 spricht man von 120 Mio€ um jetzt bei 150 Mio€ angekommen zu sein. Da darf doch die Frage erlaubt sein, was für Investoren und was für Geld das ist, das sich so problemlos mehr als verdoppeln lässt. Und welche positiven Referenzen hat der Entwickler selbst vorzuweisen? Keine! Der Entwickler kann die Grunderwerbssteuer nicht bezahlen, deshalb steigt Immeo aus dem Vertrag mit ihm aus und auch um die Finanzierung der Summe für das städtische Grundstück gibt es immer noch Unklarheit. Ist sie nun bezahlt oder gelöscht und was heißt das? Was hat das „Beweisstück“ eines Faxes der holländischen Amro-Bank damit zu tun? Sevenhecks Gesellschaften sind laut Bilanz im Bundesanzeiger 2011 mit 484000 € im Minus. Und in Bonn gibt es das gleiche Finanzierungsproblem mit ihm. Dort will die in der Opposition stehende SPD aus dem Vertrag aussteigen weil er nicht zahlt. Lt. neuesten Presseberichten wollen die dortigen Teileigentümer gegen ihn vollstrecken.
Was heißt das alles und auf welche Abenteuer lässt sich die Stadt da ein. Den Schaden zahlt am Ende eh meist der Steuerzahler. Stuttgart 21 und Berlin BER lassen erneut grüßen.
Stadtplanung muss doch im Interesse der im Stadtteil lebenden Menschen gemacht werden. Vor allem darf man nicht, wie hier am Zinkhüttenplatz, einfach über diese Interessen hinweggehen. Es müssen Wege gefunden werden, divergierende Interessen offen auszudiskutieren. Aber keiner darf über den Tisch gezogen werden. Das soll aber gerade passieren. Dieses Gefühl ist hier in der Max-Taut- Siedlung eindeutig vorhanden.
Transparency International sagt, dass in Deutschland bei 79% aller kommunaler Projekte Korruption mit im Spiel ist. Das passiert besonders immer dann, wenn alles im Verborgenen abgehandelt wird – Loveparade und Küppersmühle lassen grüßen. Das Gegengift gegen dieses Gift Korruption heißt Transparenz und Offenheit. Dafür gibt es ein Informationsfreiheitsgesetz. Aber die Praxis der Behörden, auch hier in Duisburg, tritt diese Freiheit, die der Bürger eigentlich per Gesetz hat, mit Füßen.
Es darf so nicht weiter gehen. Hat die Politik noch die Kraft aus diesen Fehlern zu lernen? Halten wir inne, analysieren wir offen die Situation und suchen nach Auswegen. Kompromisse sind immer möglich. Mit dem Kopf durch die Wand ist schädlich. Konflikte kann man aber nur über Kommunikation lösen. Man muss miteinander sprechen. Risikokommunikation nennt man das in der Fachwelt.
So wie es bisher, so wenig transparent und offen und undemokratisch darf es nicht weiter gehen. Schon jetzt ist aus diesem Grund die Politikverdrossenheit viel zu groß.
Germany: Tenants protest against financial investors in front of NRW parliament
In the morning of last Friday, October 26th, about 50 tenants, delegates from various neighborhoods and towns in the Rhine-Ruhr-area, gathered in front of the state parliament of North-Rhine-Westphalia (NRW) in Dusseldorf, Germany. The mostly elderly persons showed posters with crossed-out locusts and the slogan “Stop financial investors! Save our neighborhoods!”
http://www.habitants.org/news/inhabitants_of_europe/germany_tenants_protest_against_financial_investors_in_front_of_nrw_parliament
Eigentümer sauer
Investor zahlte nicht! Aus für Südüberbauung?
Von RENÉ KOHLENBERG
Bonn –
Ist es das Aus für das Millionen-Projekt Südüberbauung? Bis Donnerstag hatte Roger Sevenheck (47) Zeit, an die Bonner Eigentümer zu zahlen. Doch der umstrittene Investor überwies keinen Cent.
Insgesamt 26 der 40 Eigentümer hatten sich bereiterklärt, an den Investor zu verkaufen, damit der Schandfleck am Bonner Bahnhof endlich weg kommt. Doch jetzt sind die Eigentümer sauer.
„Einige haben die Schnauze voll und überlegen, gegen Sevenheck zu vollstrecken“, erklärte der Anwalt der Eigentümergesellschaft gegenüber EXPRESS. Heißt: Die Geschäftsinhaber fordern den vereinbarten Verkaufspreis von Sevenheck – notfalls per Gerichtsvollzieher. Die Stadt Bonn hatte dem Investor keine Frist gesetzt, ist jedoch an auch einer baldigen Lösung interessiert.
http://www.express.de/bonn/eigentuemer-sauer-investor-zahlte-nicht--aus-fuer-suedueberbauung-,2860,21610756.html
FOC Duisburg
„Es könnte ein schönes Märchen sein , wen nicht so viele Menschen darunter Leiden mussten und müssen.“
Es war einmal ein Entwickler, der versuchte zu lenken, weil die im Duisburger Stadtrat nicht denken.
Ohne zu denken oder abzuwägen, ergab man sich seinen Plänen. Weil in Duisburg keine Gelder
Vorhanden, ergibt man sich oft solchen seltsamen Spekulanten.
Er wollte nichts schenken, doch gab er zu bedenken, ich bau Euch hier ein Einkaufsparadies,
doch seine Methoden sind hinterhältig und mies.
Er wollte alte und kranke Menschen vertreiben um sein Projekt schnell voran zu treiben.
Doch die betroffenen Bürger ,fingen an sich zu wehren, von da an begann sein Verderben.
Im Rathaus geht er ein und aus und spielt mit dem Rat der Stadt Katz und Maus.
Auch in Bonn versucht er zu Entwickeln, natürlich auch dort ohne die finanziellen Mitteln.
Alle Gutachten sprechen dagegen, doch im Rathaus scheint sich keiner dagegen zu bewegen.
Ein erneutes Gutachten soll es jetzt richten, vom Entwickler bezahlt um uns zu vernichten.
Gekaufte Gutachten vom Entwickler sollen es jetzt sein, gebogen , verlogen und falsch obendrein.
Doch wir werden die Gutachten sichten und wenn sie nicht stimmen ,Amtlich vernichten.
Und dann ist es aus das Spiel mit Katz und Maus und der Entwickler kann wieder fahren nach Haus.
Hier an dieser Geschicht erkennt man ob man will oder nicht, verlass dich nie auf deine
politischen Vertreter, mal kommen sie gar nicht,wenn Du Glück hast viel später.
Drum lerne hier und jetzt aus dieser Geschicht verteidige Dich selber, denn helfen ist bei den
Politikern keine Pflicht.
Hallo Helmut,
Klasse gefällt mir und darum antworte ich Dir so von Dichterin zu Dichter mit folgendem Gedicht
Dort wo die Obrigkeit vergisst
dass sie dem gesamten Volk
verpflichtet sind
nicht nur allein den Wirtschaftsbossen
oder zwielichtigen, angeberischen Investoren
weil sie für sich
noch mehr Glanz und Moneten erhoffen,
da wird es Zeit, endlich aufzuschreien.
Wir sind der Souverän, wir sind das Volk,
wir zahlen mit unseren Steuergeldern
der Obrigkeit Gehälter.
Wir nehmen euch nun in die Pflicht
übergeht des Volkeswille nicht,
sonst fordern wir ein und das konsequent
unser verbrieftes Mitspracherecht,
dann ergeht es euch schlecht
und das zu recht.
L.W. Juni 2007
Lieber Helmut, gute Besserung und möge das Dichten Dir auch erhalten bleiben wenn Du wieder Schaffen muss,
liebe Grüße in den Abend,
Lydia
Erneut Drohbriefe und jetzt sogar Sachbeschädigungen
( Sprayattacken ) an den PKW`S der Bewohner
Es wird immer enger für den Projektentwickler in Sachen FOC, auch wir kriegen die Bewohner der Zinkhüttensiedlung bekommen die Auswirkungen zu spüren. Die Befürworter des FOC machen sich wieder nach langer Pause in unserer Siedlung bemerkbar , mit Drohbriefen und legen jetzt sogar noch ein Schüppchen oben drauf, jetzt werden die Autos der Bewohner besprayt, von Samstag auf Sonntagnacht wurden zwei Autos erheblich beschädigt. Wann schaltet sich hier endlich die Staatsanwaltschaft Duisburg ein , denn das was hier passiert ist mittelerweile nicht mehr Lustig und auch kein Kavaliersdelikt. Man hatte uns versprochen dass die Polizei öfter Streife fährt, nichts von dem ist bis lang geschehen, man lässt uns Bürger im Stich.
»Wir sichern den Erhalt der Siedlung«
Eine Duisburger Bürgerinitiative kämpft seit über einem Jahr gegen ein geplantes Großeinkaufszentrum – gegen Unternehmensinteressen und die linke Ratsfraktion. Ein Gespräch mit Sylvia Brennemann
Markus Bernhardt
Sylvia Brennemann ist Sprecherin der »Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz « in Duisburg-Hamborn
Sie sind in der Duisburger »Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz« engagiert, die sich gegen den Bau eines »Factory Outlet Centers« (FOC) gebildet hat, weil dafür eine ganze Wohnsiedlung abgerissen werden soll (jW berichtete). Wie ist der aktuelle Stand?
Der Widerstand gegen den Bau des FOC und gegen den Abriß der 400 betroffenen Wohnungen dauert inzwischen mehr als ein Jahr an. Wegen des sehr hohen Drucks auf die Bewohner sind inzwischen mehr als 200 Wohnungen von Mietern verlassen worden. Der verbliebene Teil gehört zu den sogenannten Hartgesottenen und ist sehr entschlossen, die Siedlung zu retten.
Die Mitglieder unserer Bürgerinitiative sind gemeinsam mit ihren Unterstützern neben der Planung und Durchführung von Aktionen mit umfangreichen Recherchen beschäftigt, die gerade in den letzten Wochen Erstaunliches zutage gebracht haben. Es scheint, daß das Projekt mit Biegen und Brechen, gegen jede Vernunft und jede noch so große Hürde, durchgezogen werden soll. Man kann den Eindruck gewinnen, daß die Verantwortlichen in Stadt und Politik an den Fäden des Investors hängen. So ist z. B. seit einigen Wochen bekannt, daß das ganze Projekt letztlich am zu geringen Abstand zu den nicht mal 250 Meter entfernten Grillo-Werken, einem metallurgischen und chemischen Betrieb, scheitern wird.
Das immer noch nicht öffentliche Störfallgutachten müßte, wenn es mit rechten Dingen zugeht, ergeben, daß bei einem solchen Neubauvorhaben entsprechend der EG-Richtlinie zur Gefahrenbeherrschung bei schweren Unfällen mit gefährlichen Stoffen, umgangssprachlich »Seveso II« genannt, ein Mindestabstand von 800 Metern zwingend erforderlich ist. Die Siedlung und andere Bauwerke haben aber Bestandsschutz. Nun verhandelt die Stadt mit dem Betrieb über eine mögliche Einhausung der störfallrelevanten Abfüllanlage. Uns wurde bekannt, daß Stadtbaudezernent Carsten Tum, der mit Unterstützung der hiesigen Linksfraktion ins Amt kam, die Idee hat, diese Einhausung mit städtischen Geldern zu unterstützen. Aus unserer Sicht wäre dies ein klarer Mißbrauch. Bisher ist diese Ankündigung von keinem der Verantwortlichen dementiert worden. Für uns ist deshalb völlig klar, daß wir den Kampf um die Siedlung nicht mehr nur politisch führen werden, sondern auch mittels einer Normenkontrollklage vor dem Oberverwaltungsgericht Münster. Denn aus unserer und auch aus juristischer Sicht ist die EG-Richtlinie kein Gummiparagraph.
Außerdem ist uns das längst fällige Verkehrsgutachten zugespielt worden, das ebenfalls immer noch der Öffentlichkeit vorenthalten wird. Hier tun sich für die Stadt Baustellen auf, die aus unserer Sicht von keinem der Befürworter bewältigt werden können. So wäre für die Realisierung des Projektes eine Erweiterung der benachbarten Autobahnabfahrt von zwei auf fünf Spuren nötig, um die Verkehrsströme bewältigen zu können. Als problematisch sehen wir auch, daß es bislang keine öffentliche Einschätzung über die zu erwartenden Emissionsbelastungen gibt. Uns ist eine mehr als ein Jahr alte Beurteilung zugespielt worden, die dringend vor dem Bau des FOC warnt. Denn damit sind pro Tag etwa 12000 PKW zu erwarten. Bislang ist das Gebiet schon sehr hoch belastet, Grenzwerte werden ständig überschritten.
Sie haben auch Erkenntnisse über die Investoren, die nicht gerade für deren Seriosität sprechen?
Der hier gepriesene Investor Roger Sevenheck verfügt nach unseren Recherchen über keinerlei Eigenkapital. Dem Bundesanzeiger ist zu entnehmen, daß der Investor inzwischen nicht gedeckte Kredite in Höhe von mehr als 500000 Euro sein eigen nennt. Zudem hatten die Stadt und das Finanzamt dem Investor eine Frist zur Zahlung der Grunderwerbssteuer für den Kauf der Rhein-Ruhr-Halle und des alten Stadtbads gesetzt. Hier waren 300000 Euro fällig geworden, die erst kurz vor Ablauf der Frist beim Finanzamt eingegangen sein sollen. Inzwischen verdichten sich Gerüchte, daß hier das städtische Gesellschafterkonsortium Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV) involviert ist – möglicherweise, um mit der entsprechenden Summe beizuspringen. Bei einem Gesprächstermin mit dem Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (SPD) wurde uns eine E-Mail der DVV gezeigt, in der es heißt, die Steuerschuld sei erloschen. Dem kritischen Betrachter erschließt sich nicht, inwiefern die DVV mit dem Thema zusammenhängt.
Wie steht die Duisburger Bevölkerung zum FOC?
Zunächst hat das Gros der Bevölkerung das FOC für eine Art Lottogewinn gehalten, inzwischen hat sich einiges geändert. Wir führten im vergangenen Jahr Veranstaltungen mit verschiedenen Experten durch, die den politischen Unsinn eines XXL-Einkaufstempels darstellten und Auskunft über die schwierige wohnungspolitische Lage Duisburgs gaben. Der Sozialbericht der Stadt bescheinigt, daß künftig bis zu 50000 bezahlbare Wohnungen fehlen werden. Mit den Massenabrissen im Stadtteil Bruckhausen und den Plänen für das FOC soll aber im großen Stil Wohnraum vernichtet werden. Das verärgert die Menschen schon sehr, so daß wir nunmehr auf eine große Unterstützerliste zurückgreifen können.
Die Linksfraktion im Duisburger Stadtrat, die sich in einer Koalition mit SPD und Bündnis 90/Die Grünen befindet, unterstützt den Bau des FOC...
Innerhalb des linken Kreisverbandes und der Mitgliedschaft gibt und gab es immer klare Mehrheiten für den Erhalt der Siedlung, dementsprechend auch Solidaritätsbekundungen. Das ist von den Betroffenen und von mir stets positiv gewertet worden. Die Linksfraktion im Rat hat das aber bislang konterkariert – ein Widerspruch, der sich kaum erklären läßt.
Über die zukünftige politische Ausrichtung ist aus meiner Sicht eine klare, noch nicht gefällte Entscheidung dringend nötig – zugunsten der von Sozialabbau Betroffenen. Das impliziert eine deutliche Opposition gegen die derzeitige Fraktion, ein öffentlicher Vertrauensentzug wäre fällig. Es kann nicht sein, daß die linke Antwort auf eine neoliberale Stadtentwicklungspolitik mit solch einer gleichzeitigen Kooperation verbunden ist. Linke Politik, die eine Art Investorenhörigkeit zuläßt, ist ein schlechter Begleiter in Krisenzeiten. Mitschwimmen mit den großen Fischen ist aus meiner Sicht nicht Aufgabe der Linken. Eine klare Distanzierung von solchem Gebaren ist aber ausgeblieben. Als Aktive vor Ort konnte ich solche Widersprüche nicht mehr mittragen, mir blieb daher nur der Austritt aus der Partei.
Wie konnte die Linksfraktion eine derartige Politik gegen den Willen der Mehrheit des Kreisverbandes durchsetzen?
Schwer zu sagen, denn die Mehrheiten auf den Mitgliederversammlungen sprechen eine deutlich andere Sprache. Es fehlt möglicherweise an Entschlossenheit. Vielleicht muß eine Diskussion beginnen, die klarmacht, wie weit man sich als Partei vor den Karren neoliberaler Politik spannen lassen will. Für mich wäre die erneute Mitgliedschaft nur möglich nach so einer Debatte, an deren Ende ein klares Bekenntnis gegen diese von Ungerechtigkeit, Investoren- und Konzerninteressen geprägte Politik stünde.
Sehen Sie noch Chancen, das FOC zu verhindern?
Wir werden das FOC auf jeden Fall verhindern und den Erhalt der Siedlung sichern. Derzeit arbeiten wir an einer Vision für eine Wohnsiedlung mit hohem Wohnwert und bezahlbaren Wohnungen. Die Mehrheit der Duisburger Bevölkerung ist gegen ein FOC, die Faktenlage für das Vorhaben ist denkbar schlecht. Es geht darum, die Pläne des Investors als Luftschlösser zu enttarnen und dies mit politischen, juristischen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen anzugehen.
Den Artikel finden Sie unter: http://www.jungewelt.de/2013/01-02/051.php
SIEGT ENDLICH MAL DIE MENSCHLICHKEIT IN DUISBURG ??
ZIEHEN POLITIKER TATSÄCHLICH MAL DIE "REISSLEINE"??
Bürgerinitiative ZINKHÜTTENPLATZ
Nach 1 1/2 Wochen haben wir am Samstag, den 17.11. unser Solidaritätscamp am Zinkhüttenplatz beendet.
Wir haben unser Solidaritätscamp errichtet, um den Anwohnern unsere Solidarität zu zeigen und um ihnen in dieser anstrengenden Kampfphase beizustehen. Dies ist uns gelungen. Unsere Aktion wurde von allen Anwohnern mit großer Freude begrüßt und wir erhielten große Unterstützung. Für 11 Tage war unser Zelt ein Anlaufpunkt für die Anwohner und alle Interessierten zum informieren, austauschen und diskutieren.
Wir haben das Camp dazu benutzt um von dort aus eine gute Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. So waren wir in den umliegenden Schulen Flyer verteilen, haben Plakate geklebt und Transparente aufgehangen. Ebenso haben wir eine Wandzeitung erstellt und eine Kundgebung auf dem Trödelmarkt durchgeführt. Überall bekamen wir viel Solidarität für die Zinkhütte.
Wir wollten mit unserem Solidaritätscamp ebenfalls das mediale Interesse für die Zinkhüttensiedlung weiter anheizen. Auch dies ist uns gelungen. Über unser Camp berichtete Zeitung, Radio und Fernsehn.
Nun ist unser Solidaritätscamp zu Ende, aber selbstverständlich nicht unsere Solidarität. Die nächsten Aktionen werden bereits vorbereitet und natürlich werden wir auch weiterhin Nachts die Siedlung besuchen, denn schließlich werden wir den Unruhestiftern und Drohbriefschreibern nun keine frei Hand geben.
Wir bedanken uns bei allen, die dieses Camp möglich gemacht haben.
Am 17.11.2012 feierte Die BI Zinkhüttenplatz mit den Jugendlichen der Young Struggle ihr einjähriges bestehen.
Bilder auf: www.mattern-duisburg.de
oder auf: http://www.facebook.com/buergerinitiative.zinkhuettenplatz?sk=page_insights#!/buergerinitiative.zinkhuettenplatz
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Zweiter Tag des Solidaritätscamp von Young Struggle bei den Zinkis.Unsere Unterstützer haben eine ruhige Nacht verbracht.Gestern Abend war es ein wenig stürmisch,so das dass Zelt noch etwas mehr gesichert werden musste.Die Jungens und Mädels von Young Struggle freuen sich über Ihren / Euren Besuch.Gerne sind Sie bereit mit Euch zu Diskutieren.Wer Sie mit Materiellen Dingen ( Essen und Trinken usw. ) ,so wie wir unterstützen will " Es wird eine Liste mit den Dingen die Sie brauchen ausgehangen.
Autobahn 59 in Duisburg muss für Outlet Center ausgebaut werden
oder wie kann man die Duisburger Bürger noch belügen ?
http://www.derwesten.de/nrz/staedte/duisburg/autobahn-59-in-duisburg-muss-fuer-outlet-center-ausgebaut-werden-id7297142.html
Dickster Posten bei den sechs Maßnahmen ist sicherlich die vorgeschlagene Erweiterung der Rampe an der Anschlussstelle Marxloh der A 59 in Richtung Duisburger und Walter-Rathenau-Straße von zwei auf zukünftig fünf Fahrstreifen: zwei Linksabbiege-Fahrstreifen, zwei Geradeaus-Fahrtstreifen, ein Rechtsabbiege-Fahrstreifen.
Dann bin ich mal gespannt wie die GDG die Verhandlungen bezgl. Kaufland , Shelltankstelle usw. führen wird oder werden diese Geschäftsleute für das FOC Zwangsenteignet ( wie die Bewohner der Zinkhüttensiedlung Zwangsumgesiedelt werden ),damit der niederländische Investor seine " Cooperfieldträume " in die Tat umsetzen kann.Ach ja übrigens heißt die Ingenieursgesellschaft Stolz und versucht die Träume des Investors zu verwirklichen,aber Gegengutachten werden zeigen das man sich mit Geld halt nicht alles kaufen kann.
Das stellt sich doch die Frage:Wer bezahlt diesen Umbau des Finanzschwachen Investors,der schon jetzt die 900.000 Euro Grunderwerbssteuer für das Gelände der Zinkhüttensiedlung nicht bezahlen kann,weil wie er selbst gesagt hat , dann in Liquiditätsschwirigkeiten gerät.Soll auch der Umbau des kompletten Verkehrsnetzes mit in der Investitionssumme von 142 Mill. Euro sein......das kann man doch wohl nicht glauben.Was passiert eigentlich im Duisburger Rathaus.........welche Leiche schlummert hier...........das geht doch nicht mit rechten Dingen zu
Das hat man sich ja noch milde Ausgedrückt " Makulatur ",ich würde eher sagen man wollte mal wieder die Bürger hinters Licht führen und besch........ wie hier in Duisburg Gang und Gebe ist.Wir werden dieses Prozedere genauestens Beobachten...vor allem wer hier die Kosten , wenn dieser Umbau überhaupt machbar ist,übernehmen wird.Meine Damen und Herren im Rat der Stadt,die Luft wird immer dünner.
Glück Auf den Narren im Rathaus die an diesem Gutachten keine Zweifel haben.
Pressemitteilung der BI Zinkhüttenplatz 12.11.2012
5. Tag für das Solicamp am Zinkhüttenplatz- Gezerre um die Siedlung bleibt von Seiten der Politik unkommentiert
Das vom linken Jugendverein Young Struggle am Zinkhüttenplatz errichtete Solidaritätscamp, ist trotz widriger Wetterbedingungen gut besucht und in bester Stimmung. Viele Besucher und Besucherinnen auch von außerhalb nutzen das große Cafezelt um sich bei warmen Getränken über die Geschehnisse zu informieren. Die Mieter und Mieterinnen nutzen in Ermangelung eines Bewohner heims das Zelt um sich auszutauschen und das weitere Vorgehen zu planen.
Helga Vocke, Sprecherin der Bi : „ Das Hin und Her, das nahezu tägliche emotionale Achterbahn fahren zerrt sehr an unseren Nerven, so dass es eine Wohltat ist das Camp vor der Haustür zu haben. Vielen Betroffenen kreisen die Gedanken ständig um die aktuellen Ereignisse, so können wir uns gegenseitig aufbauen und stützen.“ Ein Sprecher von Young Struggle schätzt das Camp so ein:“ Wir sehen sehr deutlich die Bedeutung unseres Camps, es gilt nun den Kampfgeist der Bewohner zu stärken. Der gemeinsame Treffpunkt im Zelt wird sehr gut angenommen. In dieser Woche bekommen wir Unterstützung von anderen linken Gruppen aus NRW, so dass wir das Camp bis zum kommenden Sonntag fortsetzen können.Gemeinsam mit den Bewohnern planen wir nun weitere Aktionen zum Erhalt der Siedlung. Wir freuen uns sehr über diese Solidarität. Der Kampf um die Zinkhüttensiedlung ist eben nicht nur ein Duisburger Problem, sondern hat längst Wellen über die Stadtgrenzen hinaus geschlagen.“
Horst Niewrzol ergänzt: „ Wir proben ziemlich erfolgreich das zukünftige Mehrgenerationenwohnen.. Es ist empörend, dass auch unser Argumentationspapier bisher von Seiten der Politik unkommentiert geblieben ist, obgleich wir schwerwiegende Gründe gegen den Bau des FOC vorweisen können. Letztlich wird unser Widerstand und der Abstandserlass zu den Grillowerken das Vorhaben verhindern, aber es wird ein Langstreckenlauf, bei dem wir den längeren Atem haben.“